Eine humanistische Intervention in einer Zeit, in der scharfes Denken, Aufklärung und Hoffnung wichtig sind – mit Menschen aus Wissenschaft, Politik und Kultur. 

Eine humanistische Intervention in einer Zeit, in der scharfes Denken, Aufklärung und Hoffnung wichtig sind – mit Menschen aus Wissenschaft, Politik und Kultur. 

Eine humanistische Intervention in einer Zeit, in der scharfes Denken, Aufklärung und Hoffnung wichtig sind –

mit Menschen aus Wissenschaft, Politik und Kultur. 

Eine humanistische Intervention in einer Zeit, in der scharfes Denken, Aufklärung und Hoffnung wichtig sind –

mit Menschen aus Wissenschaft, Politik und Kultur. 

Die Predigt

Die Idee

Das müssen wir uns nicht antun: uns bepredigen lassen, von oben herab, mit moralischem Zeigefinger und religiöser Besserwisserei. Das Publikum schwindet nicht umsonst; die Predigt hat ein schlechtes Image. Ist es nicht gut, dass diese monologische, dogmatische Form der Rede verschwindet? Nein. Eine gute Rede, die persönliche Überzeugung, anregende Reflexion, gepflegte Sprache und Charisma verbindet, ist und bleibt hörens- und sehenswert.
 

Deshalb laden wir ab dem Sonntag, 26. Januar 2025 zur fünften Staffel der Predigt in der Luzerner Peterskapelle ein. Weltliche Predigerinnen und Prediger aus Politik, Kultur und Wissenschaft wenden sich an die Gemeinde und lassen dabei ein totgesagtes Genre wiederauferstehen. Kombiniert werden die Predigten mit zeitgenössischer Musik ausgezeichneter Solistinnen und Solisten. Anschliessend tauschen wir uns mit dem Publikum beim Brunch bzw. Apéro im Kulturhof Hinter Musegg aus. Die Predigten sind gratis und greifen auf das tradierte Mittel der klingelnden Kollekte zurück.

Die Predigten der ersten vier Staffeln können im Archiv nachgehört werden.

Programm 2026

6. Staffel

6. Staffel

Programm 2026

Programm 2024

4. Staffel

25. Januar 2026

Fatima Moumouni ist Spoken-Word-Poetin, Moderatorin und Kolumnistin. Nebst Soloauftritten tritt sie regelmässig mit Laurin Buser auf. Die beiden wurden für ihr Programm «Gold» 2021 mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet. Mit dem Journalisten und Uğur Gültekin moderiert sie «Moumouni/Gültekin» – die erste postmigrantische Late Night Show der Schweiz. In der Gessnerallee Zürich moderiert sie die Gesprächsreihe «Die neue Unsicherheit. Disco Edition», ein Plädoyer für mehr Raum für Unsicherheit auf öffentlichen Bühnen als Motor für progressivere Diskurse.

 

Saadet Türköz ist in Istanbul geboren und aufgewachsen. Ihre Eltern sind als kasachische Nomaden aus Ostturkestan von der chinesischen Unterdrückungspolitik durch Indien-Pakistan in die Türkei geflüchtet. Sie lebt seit 1981 in der Schweiz. Als Sängerin und Improvisationskünstlerin verbindet sie in ihrer Musik traditionelle zentralasiatische und anatolische Einflüsse mit freier Improvisation. Ihre Stimme bewegt sich zwischen archaischen Klängen, Poesie und avantgardistischen Experimenten. Sie tritt sowohl solo als auch in diversen internationalen Kollaborationen auf.

22. Februar 2026

Valentin Groebner ist seit 2004 Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern. Daneben arbeitet er als Autor für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften und veröffentlicht regelmässig Bücher, etwa: «Retroland. Geschichtstourismus und die Sehnsucht nach dem Authentischen» (2018), «Bin ich das? Eine Geschichte der Selbstauskunft» (2021) oder «Gefühlskino. Die gute alte Zeit aus sicherer Entfernung» (2024). Zuletzt erschien «Abgefahren. Reisen zum Vergnügen» (2025).

 

Tizia Zimmermann bewegt sich als Akkordeonistin und Klangforscherin zwischen freier Improvisation, Neuer Musik und experimentellen Klangwelten. Mit ihrem vielseitigen Spiel erkundet sie die klanglichen Grenzen ihres Instruments – von fein nuancierten Mikroklängen bis zu kraftvollen, raumfüllenden Sounds. Sie ist als Solistin sowie in verschiedenen Projekten und Ensembles aktiv.

29. März 2026

Giulia Tonelli ist Erste Solistin beim Zürcher Ballett. Ihre Liebe zum Tanz und ihr Mut, trotz der Herausforderungen der Mutterschaft ihre Karriere fortzusetzen, machen sie zu einer inspirierenden Persönlichkeit. Der Dokumentarfilm «Becoming Giulia» zeigt, wie sie nach ihrem Mutterschaftsurlaub mit Entschlossenheit und Ehrgeiz ihren Weg zurück in die Elite-Ballettkompanie gefunden hat. Als Tänzerin und zweifache Mutter balanciert sie mit viel Herzblut zwischen ihren beiden grossen Leidenschaften: der Kunst und ihrer Familie. Für sie ist es wichtig, ihren Kindern Werte zu vermitteln und ihnen ein Vorbild für Hingabe und Leidenschaft im Leben zu sein – sei es auf der Bühne oder zu Hause.

 

Rosario Conte ist Lautenspieler und vielseitiger Musiker mit Schwerpunkt auf historischer Aufführungspraxis. Er konzertiert international als Solist und Continuo-Spieler, arbeitet mit renommierten Ensembles zusammen und wirkte an zahlreichen Einspielungen mit. Neben seiner Konzerttätigkeit unterrichtet er und erforscht die Klangwelten historischer Zupfinstrumente.

26. April 2026

Jonas Lüscher ist Dramaturg, Philosoph und preisgekrönter Autor. Seine Bücher wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt, und sein Roman «Kraft» gewann den Schweizer Buchpreis 2017. Zuletzt erschien von ihm 2025 der Roman «Verzauberte Vorbestimmung», der sowohl für den Deutschen wie auch für den Schweizer Buchpreis nominiert war.

 

Urs Müller ist Gitarrist in Luzern. Er spielt unter anderem beim Kali Trio, das sich zwischen Minimal und Jazz bewegt, und bei der Rockband Weekend Phantom.

31. Mai 2026

Kristina Marlen ist Sexeducator und Sexarbeiterin, Tänzerin und Physiotherapeutin. Sie kombiniert in ihrer Arbeit Körpertherapie, Performance, politische Reflexion und sexuelle Bildung. Nach ihrem Studium der Kulturwissenschaften, Gender Studies und Jura entwickelte sie eine eigene Methode, die Elemente von Körperarbeit, Bewegung, Bondage und Berührung vereint. Ihre Workshops und Performances wie «Sinn und Seil» verbindet sie mit feministischen Perspektiven, die sexuelle Selbstbestimmung und die Überwindung patriarchaler Strukturen fördern. Ihre Arbeit steht für eine beherzte Kultur der Einvernehmlichkeit im risikoreichen Gebiet der Sexualität. Als Aktivistin engagiert sie sich in der Hurenbewegung für die Rechte und Anerkennung von Sexarbeiter:innen und thematisiert die Stigmatisierung weiblicher Sexualität.

 

Chris Jaeger ist Perkussionist und Performancekünstler mit Fokus auf Improvisation und interdisziplinäre Kunst. Seine Solo-Performances «Blooming Rhythms» verbinden Rhythmus, Stimme und ein wandelndes Instrumentarium aus Fender Rhodes, Trommeln, Becken und Alltagsgegenständen. Geprägt von Studien und Reisen in Westafrika, Ägypten, Haiti, Mexiko und Europa, arbeitet er an der Schnittstelle von Musik, Bild, Text und Film. Neben seinen Soloauftritten spielt er mit dem Trio Blooming Rhythms.

28. Juni 2026

Ulrike Herrmann hat nach einer Ausbildung zur Bankkauffrau ein Studium der Philosophie und Geschichte absolviert. Seit 2000 ist sie Wirtschaftskorrespondentin der «taz» und Publizistin zu sozial- und wirtschaftspolitischen Themen. 2010 erschien ihr erstes Buch «Hurra, wir dürfen zahlen. Über den Selbstbetrug der Mittelschicht». Es folgten Bestseller wie «Der Sieg des Kapitals», «Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung» oder «Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen».

 

Linda Vogel arbeitet als freischaffende Musikerin. Als Harfenistin, Improvisatorin und Sängerin spielt sie in verschiedenen Kollaborationen mit anderen Musiker:innen und tritt bei zahlreichen interdisziplinären Projekten auf.  2019 veröffentlichte sie ihr Debütalbum «Maps To Others» und spielte u.a. an der Berliner Volksbühne und am Montreux Jazzfestival. Daneben widmet sie sich auch der Komposition von Filmmusik («Kleine Heimat» von Hans Haldimann, 2021) oder von Theatermusik («Bad Actor» von Corsin Gaudenz, 2023).

26. Juli 2026

Georg Häsler studierte Klassische Philologie. Ab 2002 berichtete er als Journalist für das Schweizer Fernsehen, unter anderem für "Schweiz aktuell", die "Rundschau" und aus dem Bundeshaus. Heute ist er Redaktor bei der NZZ, wo der Oberst der Schweizer Armee sich auf sicherheitspolitische Themen spezialisiert hat.

 

SEBASTIAN STRINNING, aufgewachsen in Othmarsingen, wohnhaft in Luzern, ist Saxophonist und Komponist mit Fokus auf freie Improvisation und zeitgenössische Musik. Er erforscht die klanglichen Grenzen seines Instruments, arbeitet in diversen Formationen zwischen Jazz, Noise und experimenteller Musik und tritt international als Solist und Ensemblemusiker auf. Neben seiner Konzerttätigkeit entwickelt er interdisziplinäre Projekte und Kollaborationen.

27. September 2026

Christina Caprez, geboren 1977, ist Soziologin und Historikerin. Caprez war langjährige Redaktorin bei Radio SRF 2 Kultur und ist heute freie Journalistin, Moderatorin und Autorin. Die Themen, die sie beschäftigen, sind Familie, Migration, Religion, Geschlecht und Sexualität.

 

JOSEPHINE NAGORSNIK, aufgewachsen in Deutschland, ist Posaunistin und Klangkünstlerin mit einem Fokus auf Improvisation, experimentelle Musik und interdisziplinäre Performance. Sie bewegt sich zwischen akustischer und elektronischer Klangforschung, arbeitet in diversen Ensembles und Kollaborationen und tritt international auf. Neben ihrer Konzerttätigkeit entwickelt sie eigene Konzepte, die die Posaune in neue klangliche und performative Kontexte setzen – von freier Improvisation bis hin zu experimentellem Pop.

28. September 2025

Sarah Elena Müller ist eine multimediale Schweizer Autorin, Künstlerin und Musikerin. Sie arbeitet spartenübergreifend und interdisziplinär in Literatur, Musik, Virtual RealityHörspiel und Performance. Ihr Debütroman "Bild ohne Mädchen" war 2023 für den Schweizer Buchpreis nominiert.

 

Mara Miribung, aufgewachsen in einem ladinischen Bergtal in Südtirol, arbeitet als Cellistin und Performerin in Konzert- und Bühnenproduktionen. Mara komponiert für Tanzproduktionen, spielt Theater (Thom Luz Ensemble) und singt im Vokaltrio TRËI.

18. Oktober 2026

Beate Fricke ist Professorin für Kunstgeschichte in Bern und forscht zu Werken und Objekten des Mittelalters. In ihrem Buch Tales Things Tell („Dinge, die Geschichten erzählen“) widmet sie sich unter anderem einem sakralen Objekt aus Norddeutschland aus dem 13. Jahrhundert, dessen Bestandteile – eine Kokosnuss und ein Bergkristall-Parfumflacon fatimidischer Herkunft – eine erstaunliche kulturelle Reise hinter sich haben. Fricke lässt das Objekt selbst sprechen und rekonstruiert die Wege seiner Materialien ebenso wie die Arbeit der Kunsthandwerker, die aus einem Löwen ein Lamm formten. Ihr Zugang zur Kunstgeschichte ist geprägt von einer stark visuellen Wahrnehmung, die mit einer seltenen Hörbehinderung seit ihrer Kindheit zusammenhängt. Sie hinterfragt etablierte Lesarten und sucht Bedeutung dort, wo andere oft nicht hinschauen: am Rand der Handschrift. Seit 2016 ist sie Professorin in Bern, zuvor lehrte sie unter anderem in Berkeley, Shanghai, Rom, München und Zürich.

 

Christian Berger studierte klassische Gitarre und Elementare Musikpädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste. Sein grosses Interesse an der improvisierten Musik brachte ihn mit dem amerikanischen Pianisten Art Lande zusammen, was sich prägend und stilbildend auf seine weitere Entwicklung auswirkte. 1999 entdeckte er den OUD – die arabische Kurzhalslaute. Es folgten diverse Aufenthalte in Kairo und intensive Studien der orientalischen Musiktradition. Christian Berger gilt als einer der wenigen Oud-Virtuosen in der Schweiz. Als Komponist entwickelt er konsequent seine eigene Sprache und entwirft Klangwelten, die sich zwischen Kammermusik, Jazz und der orientalischen Musiktradition bewegen.

29. November 2026

Walter Thurnherr war als Diplomat in Moskau, Bern und New York stationiert und hochrangiger Beamter in verschiedenen Bundesdepartements. Zwischen 2015 und 2023 amtete Thurnherr als Bundeskanzler der Schweiz. Der studierte Physiker ist im Oktober 2024 an seine Alma Mater zurückgekehrt. Seitdem lehrt Thurnheer als Professor an der ETH und ist für den Aufbau der School of Public Policy zuständig.

 

Andreas Gabriel (1982) zeichnet sich durch Vielseitigkeit aus und bewegt sich virtuos in verschiedenen musikalischen Genres. Er studierte Geige an der Musikhochschule Luzern bei Daniel Dodds. Nach Abschluss seiner Studien entdeckte er seine Wurzeln neu, begann nach der verschollenen Fiedelmusik der Schweiz zu forschen und experimentierte mit altem Melodiengut. Inspiration waren ihm dabei die Feldaufnahmen verschieden historischer Schweizer Geiger sowie aktuelle Volksmusikgeiger aus der ganzen Welt. Mittlerweile ist er in verschiedene Projekte von neuer, experimenteller und traditioneller Volksmusik eingebunden

20. Dezember 2026

Klara Germanier lebt und arbeitet in Luzern. Als Gitarristin und Klangkünstlerin bewegt sie sich zwischen improvisierter Musik, experimentellem Sound und Songwriting. Mit einem feinen Gespür für Texturen und Dynamik erkundet sie die Grenzen ihres Instruments – von filigranen Melodien bis zu rohen, verzerrten Klanglandschaften. Sie tritt sowohl solo als auch in diversen Band- und Performanceprojekten auf und arbeitet an interdisziplinären Kollaborationen.